Sonntag, 31. Januar 2016

Erik ist tot…




In Deutschland hat es niemand bemerkt. Erik van der Wurff ist tot. Erik, wer? Erik hat seit 50 Jahren den niederländischen Liedermacher, Clown, Schauspieler, Geiger, Philosoph, Schriftsteller, ja Rundumkünstler,  Herman van Veen am Klavier begleitet. Die beiden haben über 50 Jahre auf der Bühne gestanden. Erik van der Wurf wurde 69 Jahre alt und starb bereits im September 2014. Niemand hat es mitbekommen (wir auch nicht), weil er immer bescheiden in der zweiten Reihe am Klavier saß. Schon vor vielen Jahren hat Sabine, meine Frau, Erik ein kleines Denkmal (Foto) gesetzt. Erik, Du wirst uns fehlen – Du kleiner, großer Mann…

https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_van_der_Wurff


Handball nach der Hochzeitsnacht...



Heute drücken wir der Handball-Nationalmannschaft die Daumen. Unsere junge Mannschaft steht für alle Experten überraschend im Endspiel der Europameisterschaft in Polen. Der Gegner: Spanien - Anwurf 17.30 Uhr…
Meine „Handballkarriere“ liegt schon Jahrzehnte zurück. So wie meine drei älteren Brüder spielte ich beim Polizeisportverein Gelsenkirchen (PSV), damals noch Hallenhandball im Winter und Feldhandball im Sommer. Mein ältester Bruder Dieter brachte es bis zum Jugendnationalspieler auf dem Feld, bevor er mit 18 Jahren Fußballer bei den  Schalker-Amateuren und später bei Eintracht Gelsenkirchen wurde. Die spielten Anfang der 1970er-Jahre noch in der 2. Liga gegen Borussia Dortmund oder Rot-Weiß Essen. Wir drei anderen Handballer schafften es immerhin bis zur Verbandsliga. Mit Ende 20 hing ich meine Handballschuhe Schuhe an den Nagel. Der Grund:  Familie, Kinder, Beruf mit Früh-, Spät- und Nachtdienst, Ende des Feldhandballs und meine Größe mit „nur“ 170 cm. Die Handballer wurden immer länger und schwerer. Wir Kurzen blieben auf der Strecke. Unsere Nationalspieler haben heute Gewichte wie Schwergewichtsboxer und Längen wie Basketballspieler.



© uk-Collage: Beim Torwurf. Mein erstes Foto im geschätzten Alter von 10 Jahren. Die Puma-Hallenschuhe waren zwei Nummern zu groß. „Damit ich länger was davon hatte“, argumentierten meine Eltern. Und 10 Jahre später schaffte ich es in die Schlagzeile der Ortszeitung. Das hatte allerdings weniger mit meiner sportlichen Leistung zu tun. Oder doch? Nach den Feierlichkeiten und der Hochzeitsnacht am nächsten Tag vormittags auf den Sportplatz zu stehen, ist doch auch eine Leistung, oder?

Freitag, 29. Januar 2016

Zielgenau



Diese Woche erregte eine Radiomeldung meine Aufmerksamkeit. Die Moderatorin berichtete, dass durch die Anbringung eines Zielobjekts in Urinalen die Sauberkeit um bis zu 80 Prozent erhöht werden kann. Woher die Erkenntnis kommt, blieb ihr Geheimnis. Laienhaft kann ich mir das allerdings vorstellen. Besonders wenn das Zielgebiet noch grün und mit einem Fußballtor versehen ist. Wir Männer sind nun mal große Spielkinder. Aber wer hat schon ein Pinkelbecken in seiner Wohnung? Wohl die wenigsten. Also, liebe Männer: wieder Platz nehmen! Es sei denn ihr seid wie ich, auf Rat meiner Heilpraktikerin und meines Urologen, zum Stehen verdonnert worden. Jetzt überlege ich, wie ein Zielgebiet in meinem ganz normalen Porzellanstandardbecken (Flachspüler) aussehen kann. 



Im Hundertwasser Haus der McDonald'sKinderhilfe Essen heißt es Fliegenfangen

Mittwoch, 27. Januar 2016

Recall..



Hurra, ich bin im Recall. DSDS. Deutschland sucht den Superstar? Falsch. Von meiner Zahnärztin bekam ich vor einiger Zeit eine E-Mail: Betreff - Recall.“ Gemeint war: Anrufen – Vorsorgetermin. Ich war heute da. „Mutti, Mutti, er hat überhaupt nicht gebohrt“, heißt es in der Zahnpastawerbung mit Kultcharakter. “ In meinem Fall müsste es heißen. Sie hat überhaupt nicht gebohrt und sonst auch nichts machen müssen. Als Rentner möchte man natürlich solange wie möglich seine eigenen Zähne behalten. Die von meinen Großeltern (Omma und Oppa „Wanne“) kannte ich als Kind nur im Wasserglas. Bis zum nächsten Recall.

 Blick aus dem Zahnarztstuhl - mein Zahnschema

Dienstag, 26. Januar 2016

Rentner, nicht nachmachen...



Ich teile ja nur ungern solche Videos. Dieses Mal mache ich eine Ausnahme. Was hat sich diese (schweizer?) Rentnertruppe nur dabei gedacht? Das musste doch in die Hose gehen. Je oller, je oller. Und den Orthopäden wird’s gefallen. Bitte, liebe Rentner, nicht nachmachen.

Quelle: https://www.facebook.com/GEffElltmir/videos/1108116992554117/?theater

Montag, 25. Januar 2016

Fußballgott



Gibt es ihn, den Fußballgott? Diese Frage stellen sich Woche für Woche Tausende Fußballfans. Beim gestrigen Spiel - FC Schalke 04 gegen SV Werder Bremen - konnte man vielleicht die Antwort von zwei Ordensschwestern aus Münster bekommen. Während die eine den königsblauen Schal trug, hatte die andere ihren in den Vereinsfarben grün-weiß um den Hals geschlungen. Zur Halbzeit war der Fußballgott noch unentschlossen. Spielstand 1:1. Am Ende des Spiels hatte er sich ganz klar für den Norden (3:1) entschieden, obwohl die Schalker eigentlich die besseren Chancen hatten. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob die „Bremer-Nonne“ doch einen besseren Draht nach oben hat. 

 Fußballfans im göttlichen Auftrag

Sonntag, 24. Januar 2016

Unperfekt…


Diese öffentlichen Anfeindungen hat Reinhard Wiesemann nicht verdient. Der 56-Jährige, der seit Jahren der nördlichen Innenstadt durch seine Projekte ein neues gutes Gesicht verpasst, was jahrelang die Kommunalpolitiker nicht hingekriegt haben, muss zurzeit heftige Beschimpfungen aushalten. Schon als junger Mann ein erfolgreicher Unternehmer, legt er sein Geld u. a. in soziale Projekte an. Er gründete 2004 das Kreativzentrum Unperfekthaus und später das Mehrgenerationen-Haus, steckte einen hohen sechsstelligen Betrag in die Sanierung der Kreuzeskirche. In diesen Zeiten, wo man glaubt, die Welt geht durch die Decke, wo die Ängste vor Kriminalität und Ausländern schon fast pathologische Züge annehmen, wollte eine Gruppe in einem Sitzungssaal seines Unperfekthauses eine so genannte „Bürgerwehr“ gründen. Wiesemann nun zu beschimpfen, gar mit Boykott zu drohen oder ihn in die rechtsextreme Ecke zu stellen, erscheint mir doch übertrieben und von seinen Kritikern sehr naiv. Und nur, weil er bzw. seine Mitarbeiter vielleicht versäumt haben, die Gründungsmitglieder zu checken. Lieber Herr Wiesemann, bleiben sie so wie sie sind – auch wenn es manch einem als ein wenig unperfekt erscheint. Die Perfekten kriegen es allemal nicht hin.



  © uk-Foto
 
Respekt - Reinhard Wiesemann (links) im Gespräch im Mehrgenerationenhaus