Donnerstag, 7. April 2016

Arme Würstchen



Auf der Daimler-Aktionärsammlung löste jetzt der Streit um ein Würstchen einen Polizeieinsatz aus. 12.500 „Würschtl“ hatte der Autokonzern bereitgestellt, neben anderen Speisen. Pro Teilnehmer zwei Würstchen.
Wer einmal auf einer Aktionärsversammlung war, weiß wie es da zugeht. Zu Beginn herrscht großer Andrang. Die Kleinaktionäre, absolut in der Mehrheit,  bevölkern nach der Einlasskontrolle die Fressstände. Teilweise werden noch Tüten und Beutel mit Brötchen, Würstchen, Frikadellen und sonstigem Essbaren vollgestopft. Die Minderheit (Großkapital) kümmert sich derweil um die Finanzen. Bei den Abstimmungen zum Ende der Versammlung sind die großen Hallen fast leer. Mein Rentnertipp: Eine paar Aktien kaufen und auf den Versammlungen „zuschlagen“, also an der Essensausgabe. Und wer sich gerne reden hört, kann in die „Bütt“ gehen. Nutzt zwar nichts, aber alle müssen zuhören. Hat ein bisschen was wie Karneval so eine Aktionärsversammlung.  

 Bei einer Aktionärsversammlung in der Grugahalle - diestlich.

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