Dienstag, 31. Dezember 2019

Bauhaus und Polizei am Ende


Vorbei. Das Jubiläums-Bauhaus-Jahr ist heute beendet. Vor 100 Jahren wurde die spezielle Kunst- und Lebensform gegründet. Die neue Sachlichkeit, besonders in der Architektur. Die Nazis zerschlugen das „Bauhaus“.

Vorbei. 2020 wird die Polizei die im Bauhausstil gebaute Polizeiunterkunft an der Norbertstraße aufgeben.


Hinter Zäunen versteckt und oben auf dem Berg, wie die Essener es sagten, baute Regierungsbaurat Kleinpoppen von 1932 bis 1934 eine Polizeiunterkunft für die Essener Polizei im Bauhaus-Stil. So genannte geschlossene Polizeieinheiten (Hundertschaften, Polizeireiterstaffel), Verwaltungsdienststellen und Polizeifamilien fanden in den modernen Gebäuden ihr neues Zuhause.
Von hier zog auch 1939 das Polizeibataillon 67 zu mörderischen Einsätzen in den Krieg.

Hier oben in Bredeney wohnte die Familie Cichon. Sein Sohn Harry verbrachte innerhalb der Polizeiunterkunft seine Kindheit. Das Gelände war für ihn und seinen Bruder ein riesengroßer Spielplatz.  Aus der Erinnerung heraus fertigte er die Skizze des Geländes an (Foto). Er berichtete auch, dass die Gebäude aus kriegstaktischer Sicht 1944 anders aussahen. Aus dem Bauhaus-Weiß-Anstrich wurde ein beige-grüner Tarnanstrich.


Nach 1945 wurde die Liegenschaft zur Ausbildungsstätte, zunächst als Polizeischule für Technik und Verkehr, danach als Außenstelle der Bereitschaftspolizeiabteilung Bochum.  Einige Dienststellen der Polizei Essen fanden an der Norbertstraße immer schon ihre Heimstatt (Kfz-Werkstatt, Einsatzhundertschaft, Verkehrsdienst, Spezialeinsatzkommando u. a.). Als das Polizeipräsidium Essen und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, nach Auflösung der staatlichen Bauämter, die Verantwortung für die ehemalige Polizeischule übernahmen, begann das Trauerspiel. Die polizeihistorischen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude und das Gelände drum herum wurden „aufgegeben“ und zerfielen zusehends. Der jetzige Polizeipräsident zog die Reißleine.
Alle Polizeidienststellen ziehen  im nächsten Jahr um. Sie bleiben in Bredeney. Nur ein paar Straßenzüge weiter in einen Teil der  Gebäude der ehemaligen Karstadt-Verwaltung. Hier zeigen die Verantwortlichen wie denkmalgeschützte Liegenschaften einen modernen Zuschnitt bekommen. Bei der Polizeischule haben im Laufe der Jahrzehnte die Verantwortlichen versagt.




In eigener Sache: 1969 habe ich dort in der Polizeischule meine Aufnahmeprüfung zur Polizei gemacht und später 8 Jahre beim SEK verbracht. Auch nach der Pensionierung blieb dort mein Polizeizuhause bei der International Police Association (IPA). Sie unterhält in einem der Wohnblocks der Polizeifamilien ein Polizeimuseum, eine Ferienwohnung sowie einen Sozialraum für Treffen und Festivitäten. All das wird im nächsten Jahr Polizeigeschichte sein. Vorbei.




Sonntag, 22. Dezember 2019

"Schalke hilft" - Der kranke Theo trifft seinen Lieblingsspieler


Am Samstag „auf Schalke“. Exakt 61.867 Zuschauer. Einer davon ist Theo. Der Junge aus München ist schwer krank. Deshalb hält er sich zurzeit in Essen auf. Sechs Wochen lang muss er jeden Tag zur Bestrahlung ins Westdeutsche Protonenzentrum. Während der Therapie wohnt er und seine Familie im Hundertwasser Haus der McDonald’s Kinderhilfe im Grugapark. Dort lerne ich ihn kennen. Er sieht gar nicht krank aus, eher gesund. Rundes, lustiges Gesicht mit einem riesigen Lockenkopf. Der Eindruck täuscht. Dann erzählt mir der äußerst freundliche Junge vom Fußball. Die Familie wohnt in München. Seine Mama stammt allerdings ursprünglich aus Franken, sein Papa aus Österreich. Oma und Opa wohnen in Graz. Der 8-Jährige mag Fußball. Sein Lieblingsverein  ist der FC Nürnberg, sein Lieblingsspieler Guido Burgstaller. Aber der Österreicher spielt ja jetzt für den FC Schalke 04.
Die Brüder Theo und Fritz vor dem "Theo-Taxi"

Die Idee ist geboren. Schalke und Nürberg verbindet eine Fanfreundschaft. Ich nehme Verbindung mit „meinem“ Verein in Gelsenkirchen auf und erzähle Theos Geschichte. Die Antwort kommt spontan. Der kranke Junge, sein kleiner Bruder Fritz (6), seine Eltern und ich werden zum Heimspiel gegen den FC Freiburg in die Gelsenkirchener Arena eingeladen. Aber nicht nur zum Fußballgucken. Theos Mama wird am Spieltag krank, meine Frau Sabine springt für sie ein. Wir fahren am Samstag mit „Theos Taxi“ in meine Heimatstadt „auf Schalke“.
Stiller Moment in der Stadionkapelle

Eine Rundumbetreuung von „Schalke hilft“ steht auf dem Programm. Die Mitarbeiterinnen kümmern sich liebevoll um Theo und um uns. Noch vor dem Anpfiff begrüßen wir kurz die Mannschaft. Theo trifft zum ersten Mal auf seinen Lieblingsspieler Guido Burgstaller. Kurzes Abklatschen und ein „Danke Burgi, für die Einladung“, ruft Theo seinem Fußballheld zu. Dann geht’s zunächst in die stadioneigene Arenakapelle, ein Ort für Hochzeiten, Taufen oder stille Momente, anschließend durch den Stolleneingang auf den „heiligen“ grünen Rasen. Das Spiel sehen wir von der Pressetribüne aus. Beim „Steigerlied“ und bei der Vereinshymne „Blau und Weiß, wie lieb ich dich“ schwenkt Theo mächtig seinen Fanschal.
Sabine und Theo singen kräftig mit

Theo ist ein bisschen traurig, weil sein Lieblingsspieler nur auf der Ersatzbank sitzt. Er wird aber kurz vor Schluss doch noch eingewechselt, wenn auch nur für wenige Minuten. Der FC Freiburg geht im Laufe des Spiels in Führung. Das Ausgleichstor von Schalke erleben Theo, Fritz und ich auf der Herrentoilette. Egal. Der Jubel dringt bis hier hin.
Nach dem Abpfiff heißt es nicht, wir warten aufs Christkind, sondern wir warten auf die Mannschaft. Aber gefühlt ist es eine weihnachtliche Bescherung. Nach und nach kommen die Spieler aus der Kabine. Ein kurzes Hallo, eine Unterschrift auf das Schalke-Käppi und ein Foto. Dann erscheint frisch geduscht Theos Fußballliebling. „Burgi“ schenkt Theo ein Trikot mit der Nummer 19 und seinem Namen. Der 8-Jährige ist hin und weg. Wir sind fast acht Stunden „auf Schalke“ und nehmen viele Eindrücke mit nach Essen. Auf der Rückfahrt mit dem „Theo-Taxi“ schläft er schon beim Verlassen des Geländes ein, sein kleiner Bruder Fritz ist wie aufgedreht.
Der schönste Moment des Tages - Burgi und Theo treffen sich

Der Tag war ein wunderbares Weihnachtsgeschenk von „Schalke hilft“ für den Kleinen. Noch schöner wäre es, wenn Theo seine Krankheit besiegen würde. An Heiligabend muss er zum letzten Mal zur Bestrahlung. Noch am selben Tag geht’s heim nach Bayern.
P.S. Das Ergebnis Schalke gegen Freiburg ist zweitrangig. Die Partie endete 2:2. Gerne hätte ich Euch das lachende, freudige und dankbare Gesicht von Theo gezeigt. Ich respektiere den Wunsch der Eltern, keine Fotos ihrer Kinder zu veröffentlichen, auf denen sie erkennbar sind.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Der Essener Süden hat eine neue Polizeichefin

Die Polizeiinspektion im Süden hat eine neue Chefin für ihre rund 200 Polizistinnen und Polizisten, die zweite Frau in dieser Position. Carina Fischer (32) leitet bereits seit Oktober die Inspektion mit der Hauptwache in Rüttenscheid und den „Nebendienststellen“ in Rellinghausen, Frohnhausen und Kettwig. Die Polizeirätin ist eine so genannte Seiteneinsteigerin. In ihrem Studium der Rechtswissenschaften legte die Juristin ihren Schwerpunkt auf den Bereich der Kriminalwissenschaften, was ihr nun bei ihrer Arbeit zugute kommt, berichtet die Behörde vor einigen Tagen. Zuvor war die Volljuristin bei der hiesigen Bezirksregierung in Düsseldorf und auch als Anwältin tätig.
Carina Fischer vor dem Polizeipräsidium

Gegenüber der Grugahalle an der Norbertstraße sitzt die Leitung der Polizeiinspektion 2- Süd und ist eine von insgesamt vier des Polizeipräsidiums Essen (Nord, Mitte, Süd und Mülheim). Sie umfasst den südlichen Bereich mit 12 Stadtteilen mit etwa 230.000 Einwohnern, von Frohnhausen bis Kupferdreh, von Byfang bis Kettwig. Die meisten polizeilichen Einsätze fallen in Holsterhausen, Frohnhausen und Rüttenscheid an. In den anderen ist es aus polizeilicher Sicht eher ruhig

Montag, 9. Dezember 2019

„Paulines Haus“ – Gedenken an verstorbene Kinder für verwaiste Eltern


Ein kleines Mädchen in der Kirchenbank wischt die Tränen seiner Eltern aus den Augen. Ein anderes Kind schmiegt sich ganz eng an ihren Papa. Ein junges Ehepaar steht engumschlungen in der Kirche. Eine Mutter berichtet über den Tod ihres erwachsenen Sohnes, der nicht mehr leben wollte. Eltern, Verwandte, Freunde weinen als die Namen der Kinder verlesen werden. Es sind Szenen am Rande eines ganz besonderen ökumenischen Gottesdienstes – einer Lichterandacht mit Familien, die ein Kind verloren haben, gestern Abend in der Kirche an der Oberstraße in Rellinghausen. 
Bereits zum 18. Mal organisieren die Selbsthilfegruppe für verwaiste Eltern und die McDonald’s Kinderhilfe den Gottesdienst. „Was uns bleibt“ ist das Motto. Eine schwierige Frage. Eine Mutter gibt vielleicht eine Antwort. Vor 12 Jahren starb ihr ungeborenes Kind kurz vor der Geburt. Ein Sternenkind. Sie taufen es Pauline. Anstatt Blumen für die Grabstätte bittet die Familie um Geldspenden. Davon unterstützen sie ein Waisenhaus in Afrika. Der Name: „Paulines Haus“. Jedes Jahr besuchen die Eltern diesen Ort, werden von fröhlichen und lachenden Kindern empfangen.  

Auch wir schreiben Namen von Kindern, die viel zu früh gegangen sind, auf die gebastelten Sterne, die zum Schluss an den kleinen Tannenbaum gehängt werden.

Der Gedenktag an die verstorbenen Kinder findet jedes Jahr weltweit am zweiten Sonntag im Dezember statt.




Donnerstag, 5. Dezember 2019

Ein Haus der Nächstenliebe…


…schreibt ein Vater ins Gästebuch. Heute ist Welttag des Ehrenamtes. „Kriegst Du etwas dafür“, fragte mich mal jemand im Bezug auf meine Arbeit bei der McDonald’s Kinderhilfe. Meine Antwort: „Ja, Dankbarkeit und Zuwendung von ganz vielen Kindern und Eltern“, war meine Antwort. Er meinte eigentlich etwas anderes mit dem „Kriegst-Du-Was?“

Meine Frau Sabine und ich arbeiten jetzt seit fast 15 Jahren im Hundertwasserhaus, das den Eltern von schwer kranken Kindern ein Zuhause auf Zeit bietet. Über Wochen oder sogar Monate. Mit uns rund 70 ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen. Die älteste ist Ursel, 89 (!) Jahre alt.
Der Dienstplan der ehrenamtlichen Mitarbeiter

Angefangen bin ich als Haus- und Hoffotograf als sog. Projektehrenamtler. Nach der Rente 2014 mache ich mehr, kümmere mich u. a. um das technische Lager. Heute waren wir wieder im Haus. Sabine versorgt die vielen Blumen. Sie hat den grünen Daumen. Ich habe zunächst mit anderen rund 50 Stühle geschleppt und gestapelt, die Spielecke auf Mängel inspiriert, den Müll rausgebracht und mit Sari (5) und André (10) eine Runde gekickert. Der 5-Jährige aus Lübeck und der 10-Jährige aus Mönchengladbach sind Geschwisterkinder, die unter der schweren Krankheit von Schwester und Bruder leiden. Sie rücken während der Behandlungszeit in die familiäre zweite Reihe. Alles dreht sich nur noch um das schwer kranke Kind. Sorgen und Ängste prägen den Alltag.  Und da ist dann noch der schwer kranke Theo (8) aus München, der jeden Tag ins nahe gelegene Protonenzentrum muss. Sechs Wochen lang. Ihm habe ich ein Treffen mit seinem Lieblingsspieler von Schalke organisiert. Ja, so ist das. Uns macht das Ehrenamt Freude. Und ganz nebenbei werden wir geerdet. Die eigenen kleinen Alltagswehwehchen rücken in den Hintergrund. Bis zum nächsten Arbeitstag im bunten Haus.
Auszüge aus dem Gästebuch


Dienstag, 26. November 2019

CDU-Schmierentheater um den Polizeigewerkschafter Rainer Wendt


Man mag ihn oder mag ihn nicht. Ich gehöre zu der zweiten Kategorie. Rainer Wendt ist Vorsitzender der „kleineren“ Polizeigewerkschaft DPolG mit immerhin knapp 95.000 Mitgliedern. In vielen TV-Gesprächsrunden von Illner, Maischberger, Plasberg und Will war er gern gesehener Gast. Er scheute sich nicht, politisch grenzwertige Meinungen zu äußern. Das CDU- und CSU-Mitglied galt als Hardliner. Dann sein öffentlicher Fall. Wendt bezog weiterhin als Polizeihauptkommissar Bezüge, obwohl er hauptamtlich als Vorsitzender für die Gewerkschaft arbeitete. Er nahm den Zusatzverdienst gerne an. Die Schuld lag allerdings bei den Verantwortlichen im NRW-Ministerium. Der Polizist im Ruhestand blieb jedoch Vorsitzender seiner Gewerkschaft. „Typisch Wendt“, hörte man in Polizeikreisen, “der macht sich nicht so einfach vom Acker.“ Es wurde allerdings medial ruhig um ihn.
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), sein Innenminister und Parteifreund Holger Stahlknecht holten jetzt den 63-Jährigen wieder aus der Versenkung. Wendt sollte Staatssekretär in Sachsen-Anhalt werden. Demnach war alles in trockenen Tüchern. Falsch gedacht. Jetzt tauchen in der BILD private SMS-Nachrichten auf. Von wem wohl dort platziert?


Nach dem Angebot zum Staatssekretär in der Regierung des kleinen Bundeslandes mit rund 2,2 Millionen Einwohnern schrieb Wendt dem Ministerpräsident Haseloff: „Es wird mir eine Freude sein, diesem großartigem Land Sachsen-Anhalt zu dienen.“ Die Koalitionspartner SPD und Grüne lehnten jedoch den gebürtigen Duisburger als Staatssekretär ab. Und dann grätschte noch die CDU-Spitze (Kanzleramt) dazwischen, so die Vermutung im politischen Berlin. Rainer Wendt sollte seine Bereitschaft  zur Übernahme des Spitzenamtes zurücknehmen. Aber wer den Polizeigewerkschafter kennt, weiß, dass dieser das so ohne Weiteres nicht auf sich sitzen lässt. Wendt ist sauer: „Die CDU ist vor den Linken und der SPD eingeknickt […] Das Kommando kam aus dem Kanzleramt“, wird er in der BILD zitiert. Bei aller Kritik an Rainer Wendt. So geht man nicht mit Menschen um. Aber in der Politik gelten andere Spielregeln. Ein Beispiel für politisches Schmierentheater. Die Beteiligten sollten sich schämen.    

Sonntag, 24. November 2019

Totensonnntag – 90-jährige Enkelin besucht Oma auf dem Parkfriedhof


Nur auf ganz wenigen Kriegsgräbern stehen Kerzen oder liegen Blumengestecke. Keine Wunder. Denn vor fast 75 Jahren wurden die Menschen hier begraben. Da gibt es natürlich nur noch wenige Angehörige. Heute stand eine ältere Dame an einem der großen Kreuzfelder auf dem Essener Parkfriedhof.
Das Bücken und Aufstellen der Kerze fielen schon ein bisschen schwer. Da hilft man gerne, und so kamen meine Frau und ich mit ihr ins Gespräch. Die grauhaaarige, feine Dame ist 90 Jahre alt und besuchte heute am Totensonntag das Grab ihre Großmutter Amalie Reimann, so wie jedes Jahr am Totensonntag.

Der 2. Weltkrieg in Essen. Bei den 272 Luftangriffen auf Essen wurden 51 Prozent des Stadtgebiets zerstört. Insgesamt 10.000 Gebäude in  Schutt und Asche gelegt,  50.000 Häuser schwer bis mittelschwer beschädigt. Rund 7500 Einwohner fanden den Tod. So auch Amalie Reimann. Ihre Enkelin, damals 13 Jahre alt, wurde vorsorglich nach Süddeutschland evakuiert, so wie viele Kinder und Frauen. Dort erfuhr sie die schreckliche Nachricht. In einer  Bombennacht 1944 fand die damals 79-jährige Oma Schutz im Franz-Sales-Haus. Eine Luftmine landete jedoch in der Nähe. Die Druckwelle zerriss ihr die Lungen. Amelia Reimann wurde 79 Jahre alt.

Dienstag, 19. November 2019

Klaus Fichtel wird 75


Herzlichen Glückwunsch Klaus Fichtel. Der Fußballer und Rekordspieler feiert heute seinen 75. Geburtstag. Noch im Alter von 43 Jahren kickte er in der 1. Bundesliga. Das hat bis heute niemand geschafft. Sein letztes Spiel bestritt er 1988. Er brachte es auf insgesamt 552 Einsätze, davon 447 für den FC Schalke 04, die anderen für Werder Bremen. In die Nationalmannschaft wurde Klaus Fichtel 23 Mal berufen. Der Junge aus dem Ruhrgebiet und gelernter Bergmann -  in Castrop-Rauxel geboren - kam als 20-Jähriger nach Gelsenkirchen. „Auf Schalke“ begann dann seine einzigartige Fußballkarriere. „Tanne“, wie er von seinen Freunden genannt wird, glänzte durch seine sportliche Qualität und seine Bescheidenheit. Heute betreut Klaus Fichtel die Traditionmannschaft von Schalke 04 als Trainer.
2019 - Klaus Fichtel beim Benefinzspiel für den verstorbenen Mike Möllensiep

Dienstag, 12. November 2019

SPD - Im Essener Norden rumort es


Was ist denn schon wieder bei der SPD in Altenessen los? Versucht da gerade die Parteispitze einen unliebsamen Genossen mit einem Trick los zu werden? Es ist das Thema in den heutigen Tageszeitungen. Ich hoffe, WAZ und NRZ liegen mit ihrer Vermutung falsch.
Karlheinz Endruschat (68) legt seit langem in seinem Bezirk den Finger in die Migrationswunde. Der Vorsitzende des Ortsvereins Essen-Altenessen und Ratsmitglied  kritisiert offen die Einwanderungspolitik und Probleme im Essener Norden. Womit er wohl vielen hier lebenden Menschen aus der Seele spricht.

„Essens OB-Kandidat bereit, mehr Flüchtlinge aufzunehmen“, lautete kürzlich die Überschrift in den Tageszeitungen. Der Oberbürgermeisterkandidat der SPD, AWO-Geschäftsführer Oliver Kern, hatte die Resolution „Seebrücke“ unterzeichnet. Und weiter heißt es in WAZ und NRZ:  „Die Stadt soll damit zum Ausdruck bringen, dass sie mehr Migranten aufnehmen will als sie rechnerisch muss, vor allem solche, die übers Meer nach Europa kommen.“
Das wird vielleicht nicht so gern von den Genossen im Essener Norden gehört. Es sei denn, mehr Flüchtlinge werden im Süden untergebracht. Nun stehen bald Wahlen zum Rat der Stadt an und die Meinungen von Endruschat und Kern zur zusätzlichen Aufnahme von Migranten konträr gegenüber.
Und plötzlich taucht eine Gegenkandidatin zu Karlheinz Endruschat auf. Birgit Petereit heißt sie, bis 2014 bei den LINKEN politisch aktiv. Und parallel treten gleichzeitig 30 neue Mitglieder in die Partei ein, schreiben die Zeitungen. Soll damit vielleicht eine Wahl einseitig beeinflusst werden? Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Meine Partei würde einen großen Fehler begehen, wenn sie einen Querdenker und Realpolitiker wie den ehemaligen Bewährungshelfer auf diese Art und Weise loswerden möchte. Sie muss endlich neben den anderen sozialen Themen begreifen, dass auch für sie unliebsame Themen wie Migration, Angst vor Überfremdung, Sicherheit und Kriminalität auf dem Zettel stehen muss. Meines Erachtens sogar ganz oben. Das gehört nämlich auch zur Sozialpolitik.  Ansonsten geht der Fahrstuhl für die SPD weiter nach unten, trotz Grundrente, Kita-Gesetz und Mindestlohn, in Essen und bundesweit.

Sonntag, 10. November 2019

9. November 1938 - vor 81 Jahren zeigte das mörderische Nazi-System sein wahres Gesicht

Ein junger Mann sitzt auf einer kleinen Mauer, stützt seinen Kopf in die Hände und weint. Er kam nach mir aus der Gedenkstätte „Yad Vashem“ für die ermordeten 1,5 Millionen Kinder in Jerusalem. Ein dunkler Raum. Kindergesichter werden auf die Wand projiziert Eine Frauenstimme liest den Namen, das Alter und den Herkunftsort eines jeden Kindes vor. Wir müssten uns drei Monate hier aufhalten, um alle Namen der Getöteten zu hören.
Am 9. November 1938 begannen sichtbar Ausgrenzung und Vernichtung von Menschen jüdischen Glaubens. Synagogen brannten nieder. Polizei und Feuerwehr sahen zu, Gaffer jubelten. Tausende Deutsche wurden von Landsleuten und Nachbarn verprügelt, misshandelt oder getötet. In den Folgejahren ermordeten die Nazis in Europa 6,5 Millionen Menschen.

Samstag, 9. November 2019

40 Jahre Essener Rathaus – mein Blick - und eine Geiselnahme


Als ich 1971 als junger Schutzmann nach Essen kam, gab es in der Stadt kein Rathaus. Die Verwaltungsdienststellen waren über das ganze Stadtgebiet verteilt.
Von Essen kannte ich als gebürtiger Gelsenkirchener nichts. Den ersten wichtigen Ort im Bezirk „meiner Gerlingwache“, den mir die älteren Kollegen („Bärenführer“) zeigten, war eine ganze Straße. Die Stahlstraße.
Stahlstraße - im Hintergrund das Rathaus
Damals trug diese ummauerte Sackgasse noch die Bezeichnung Dirnenwohnheim oder Laufstraße. Und kurz davor auf der Nordhoffstraße befand sich die kleine „Puffwache“. Ja, richtig gelesen. Dort befand sich eine Polizeiwache, weil um die Ecke verkehrsmäßig immer etwas los war. Schlägereien, Beischlafdiebstahl, Zahlungsstreitigkeiten. Als noch nicht einmal volljähriger Oberwachtmeister von knapp 19 Jahren waren die Einsätze im Rotlichtviertel immer reizvoll. Also, rein dienstlich.
Das Haus, in dem sich die "Puffwache" befand - unten links

Zurück zum Geburtstagskind. Die Alten sprachen davon, dass das alte, schöne Rathaus in der Innenstadt nach dem Krieg abgerissen wurde. Eines der wenigen Gebäude, die den Bombenangriffen der Alliierten stand hielt. An dieser Stelle stand jetzt ein viereckiger Klotz. Das Kaufhaus Wertheim. Die Innenstadtstadt lag zu 90 Prozent in Trümmern, den Rest erledigten nach dem Krieg die Stadtplaner. Eine von vielen architektonischen Nachkriegssünden.
Kirmes auf dem "Berg"
 Auf dem Ribbeckplatz, wo jetzt das „neue“ Rathaus steht, habe ich noch eine Kirmes erlebt, nicht weit von der Wache entfernt. Auf der Schützenbahn unterhalb fuhr die Straßenbahn. Und wenige Jahre später begannen die Bauarbeiten für das Rathaus. 1979 war es fertig. Da war ich schon nicht mehr auf meiner geliebten „Gerlingwache“, sondern als junger Kommissar in Steele und beim SEK.
Die zarteste Versuchung


Aber mit ein wenig Lokalpatriotismus schaute ich auf die neue Amtsstube der Stadt. Es wurde eher für unsere Verhältnisse ein Wolkenkratzer: Stahl, Glas, Beton. Höhe 106 Meter, umbauter Raum 330.000 Kubikmeter, 69.000 Quadratmeter Bürofläche für bis zu 1.900 Arbeitsplätze, ein fantastischer Rundblick aus der 22. Etage.
Einst das höchste Rathaus in Deutschland
Schildbürgerachitekten waren allerdings auch am Werk. Der Haupteingang musste ständig geschlossen bleiben. Wegen der Fallwinde. Da flogen die Röcke hoch. Wie am Flatiron-Gebäude in New York. Weltstadtfeeling. Und Kunst am Bauwerk? Laserstrahlen schossen vom Dach aus in den Nachthimmel. Aber nicht lange. Die Piloten der Flugzeuge im Anflug auf Düsseldorf fühlten sich gestört.
Tausende tanzten bei der Loveparade 2007 ums Rathaus


Am 7. Juli 1990 kam das Rathaus in die Schlagzeilen: „Geiselnahme im Ratstrakt am Geburtstag der Oberbürgermeisterin.“


Viele Essener finden den Glaskasten nicht schön. Ich bin da anderer Meinung. So schlecht ist das Rathaus dann doch nicht geworden. Ich mag es.
Happy Birthday zum 40sten, Essener Rathaus

Freitag, 1. November 2019

New York City - Wo die Armen begraben werden


Wohin mit dem mittellosen Verstorbenen einer Millionenmetropole? In New York City kommen Arme, Namenlose, Totgeborene  auf Hart Island. Die Insel liegt ganz weit draußen am Rande der Bronx.

Hunderttausende haben auf dem „Potter’s Field“ ihre letzte Ruhestätte gefunden. Strafgefangenen heben die Erdlöcher aus. Die toten Babys werden in Särge von der Größe eines Schuhkartons gelegt und übereinander gestapelt. Erwachsene beerdigt man in einfachen Holzkisten, drei hoch, zwei quer. Das spart Platz. Keine Zeremonie, kein Grabstein, kein Kreuz, kein Kranz, keine Blumen. Die Insel ist Sperrgebiet und darf nur selten besucht werden. Wer es trotzdem tut, riskiert eine hohe Geldstrafe.

Vor Jahren haben sich Menschen zu einem Projekt zusammengefunden und diesen Armenfriedhof zu einem virtuellen Museum gemacht. Sie unterstützen Familien bei der Suche nach ihren Angehörigen. Verstorbene nach 1980 sind auf der Homepage aufgelistet. Aber auch beeindruckende Fotos und kleine Filme sind zu sehen: https://www.hartisland.net/


Auf der Nachbarinsel „City Island“ habe ich mich 2012 tätowieren lassen. Seitdem ziert die Sonne der „Hopi Indianer“ mein rechtes Bein. Tommy, der Tätowierer, ein Typ wie aus einem Rockerfilm, führte eine sensible Nadel und hörte Beethoven. Bei ihm tat es nicht weh. Nach zwei Tagen war die Wunde verheilt.

Erst durch mich erfuhr Tommy, dass jede Woche einmal ein mit Holzsärgen beladener Lkw an seinem Studio zur Anlegestelle der Fähre vorbeifährt. Gleich um die Ecke geht die Reise für die Toten anschließend von City Island nach Hart Island rüber.


1972 sang Alice Swoboda ein Lied über diesen außergewöhnlichen Armenfriedhof




Textauszüge:

„Die Leute haben mich geschlagen, weil sie mir das Gefühl gegeben haben, dass ich meine Seele verloren habe. Jetzt wird der Teufel keinen Deal machen, aber in „Potter’s Field“ wartet ein zwei Meter großes Loch auf mich. Verbrachte meine Tage als Landstreicher und auf den Ozeanen, auf der Suche nach dem, wofür es ist, schritt ich durch die Nächte. Ich schlief im Dunkeln der Bögen, in denen alle Fremden schliefen, sah die Schattenseite des Landes, als die Sonne auf mich unterging. In Potter's Field findest du mich…
[…]

Unter meinen Raubtieren und Freunden ruhe ich mich aus. Schließe deine Augen und du kannst das Weinen hören. Vergessene einsame Herzen können ihren Frieden nicht machen. Höre ungetaufte Seelen, die sich nach Erlösung und Erleichterung sehnen, die Schattenseite des Lebens und die Schattenseite des Glaubens. In "Potter’s Field“…


Samstag, 26. Oktober 2019

150 Jahre Kaugummi - HAPPY BIRTHDAY oder lieber nicht?


Meinen ersten Medienauftritt hatte ich mit 11 oder 12 Jahren. Der Fotograf der örtlichen Tageszeitung, Alfred Winter, entdeckte mich bei einem Feldhandballspiel(!) des Polizeisportvereins Gelsenkirchen beim Kaugummiblasen am Tor. Zack, schon war ich drin im Lokalteil der WAZ Gelsenkirchen. Ich mit Bubblegum wurde zur Glosse verarbeitet. Sie begann mit dem Satz: “Das Spiel interessierte Uwe weniger. Ihn hatte es das Kaugummi angetan…“
Das Kaugummi wurde in diesem Jahr 150 Jahre alt. Amis Taylor hieß der amerikanische Erfinder. Die FAZ schrieb zum Geburtstag:“ Im Schnitt kauft jeder Deutsche 100 Streifen Kaugummi pro Jahr. Rund 569 Millionen Euro geben sie insgesamt dafür aus.“ Menschen kauen halt gerne. In Deutschland allerdings erst viel später, als nach dem 2. Weltkrieg die amerikanischen Soldaten das Kaugummi an die Kinder verteilten. Heute machen die ausgespuckten Gummis viel Ärger. Die festgetretenen Dinger sind biologisch nicht abbaubar und verschandeln auf Dauer die Gehwege in den Einkaufszonen. 900 Millionen Euro soll jährlich die Beseitigung kosten. In Singapur ist übrigens Kaugummi bei strenger Strafe verboten. Man soll sogar Haue kriegen, wenn man beim Ausspucken erwischt wird. Ganz so schlimm ist es in Deutschland nicht. Allerdings wird die illegale Entsorgung immer teurer. Jede Kommune kann die Strafe selbst festlegen. Hier einige Beispiel: Mannheim 50 bis 250 Euro; Dresden 20 Euro; Stuttgart 100 Euro; Hannover 10 Euro; Lüdenscheid 100 Euro; Dortmund bis 35 Euro; Hamburg: 55 Euro; Berlin 35. Und wie sieht es in meiner Stadt Essen auf? Seit dem  1. August ist ein neuer Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Kaugummi taucht gar nicht auf. Es heißt aber: „100 Euro Strafe für das Wegwerfen von Kleinmüll: Zigarettenschachtel, Pappbecher, Inhalt von Aschenbechern, Bananen-schale, Zeitungen, Plastikbeutel, Tasche, Sack, Plastikflasche, Verpackungsmaterial etc.“Das wird wohl auch für das Geburtstagskind Kaugummi gelten.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Beate Uhse…emanzipiert…erfolgreich…stark…100 Jahre


Am Freitag wäre Beate Uhse 100 Jahre alt geworden. Das hohe Alter hat sie nicht erreicht. Sie starb 2001 im Alter von 81 Jahren. Geboren wurde sie in Ostpreußen. Mutter Ärztin, Vater Landwirt. Die Eltern klärten ihre Tochter schon sehr früh über Sexualität auf. In dieser Zeit absolut ungewöhnlich. Nach einer guten Schulausbildung und Abitur heiratete sich noch im Krieg ihren Fluglehrer. Die kurze Ehe endete tragisch. Ihr Mann verunglückte schon kurz nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes bei einer Flugzeugkollision tödlich.
Die Pilotin zog nach dem Krieg nach Flensburg, heirate erneut und gründete bereits 1951 ihr Unternehmen, den ersten Sex-Shop weltweit. Das Versandhaus unter ihrem Namen verkaufte zunächst lediglich Kondome und Bücher. Eine unternehmerische Erfolgsgeschichte begann, obwohl sie mit Strafanzeigen überzogen wurde und mit gesellschaftlichen Anfeindungen zu kämpfen hatte. Ganz vorne die Kirchen. Beate Uhse kämpfte gegen die Prüderie in den Nachkriegsjahren und gewann alle Prozesse.
Den ersten Beate Uhse-Laden habe ich in den 1970er-Jahren in Essen kennengelernt. Er befand sich in meinem polizeilichen Schutzbereich („Gerlingwache“) in der Innenstadt.  Und zwar auf der fußläufigen Einkaufmeile Limbecker Straße. Der Ort war allerdings nicht gut gewählt. Männer schlichen zu dieser Zeit meist ängstlich umschauend  mit hochgeschlagenem Kragen in den Sex-Shop. Später gab es noch weitere Erotik-Geschäfte in der City.  An der Vereinsstraße eröffnete das „Fachgeschäft für Ehehygiene“. Der Beginn der sexuellen Revolution. Unsere polizeiliche Hauptaufgabe bestand Anfang der 1970er-Jahre während der festen Einkaufszeiten im Stadtkern mit der Aufnahme und Bearbeitung  von Ladendiebstählen, meist bei Karstadt, Quelle oder Wertheim. Nur einmal mussten wir zu „Beate Uhse“ auf der Limbecker. Ein Mann hatte ein Sexspielzeug gestohlen. Peinlich, peinlich. Also, für den Dieb. Durch die Erfindung von Videos und dem Internet gingen das Erotikgeschäft immer mehr zurück.

Apropos zurück - zurück zu Beate Uhse. Sie war eine der ersten emanzipierten Frauen in Deutschland und wurde zu einer der erfolgreichsten, zu einer Zeit als noch niemand Alice Schwarzer kannte.
Happy Birthday zum 100sten, Beate Uhse, wo immer Du auch bist. Du hast Deutschland ein bisschen schöner gemacht.

Montag, 14. Oktober 2019

Sie nutzen die Gutmütigkeit von Senioren - Trickbetrüger und Trickdiebe

Fast jeden Tag werden ältere Menschen Opfer von Trickbetrügern und –dieben, melden die Polizeibehörden. Ich finde, es sind mit die ekeligsten Straftaten. Bitte, sprecht mir Freunden, Bekannten und Eltern über dieses Phänomen. Der aktuelle Fall ereignete sich am vergangenen Freitag in Überruhr. Hier die gekürzte Originalmeldung der Essener Polizei von heute:

„Trickdiebe erbeuten Tresor mit Sparbüchern, Schmuck und Bargeld - Die Polizei sucht Zeugen. Gegen 12 Uhr schellten ein Mann und eine Frau an einem Einfamilienhaus auf der Überruhrstraße an. Die über 80 Jahre alte Eigentümerin öffnete. Das unbekannte Pärchen gaukelte der Seniorin vor, angeblich nach einer Party in der Nachbarschaft, etwas vergessen zu haben. […]. Die ältere Dame […] ließ sie in ihre eigenen vier Wände. […] Offenbar betraten zu dieser Zeit weitere Personen unbemerkt das Haus. […] Dort ging man auf Beutezug. Bei der Suche stießen die Eindringlinge auf einen grünen Tresor. Den Safe nahmen sie an sich und verschwanden aus dem Gebäude. Unglücklicherweise lagen in dem entwendeten Geldschrank Bargeld, Schmuck und Sparbücher, die zusammen einen hohen Vermögensschaden ausmachen. […]
Die Tatverdächtigen: Der Mann ist zirka 20 Jahre alt und zirka 1,7 Meter groß und hat dunkle Haare. Die Frau soll zirka 25 Jahre alt und 1,6 Meter groß sein. Bekleidet war sie mit dunkler Kleidung.
Beide Personen machten einen südländischen Eindruck.
Die Essener Kriminalpolizei sucht Zeugen, die zur Tatzeit im Bereich der Überruhrstraße bzw. den umliegenden Nebenstraße Beobachtungen gemacht haben. Insbesondere suspekte Autos, Gruppen oder Personen, die gemeinsam einen Gegenstand trugen, können die Ermittler auf eine Spur bringen. Hinweise nimmt die Polizei Essen unter der Rufnummer 0201/829-0 entgegen.
Fast jeden Tag werden ältere Menschen Opfer von Trickbetrügern und –dieben, melden die Polizeibehörden. Ich finde, es sind mit die ekeligsten Straftaten. Bitte, sprecht mir Freunden, Bekannten und Eltern über dieses Phänomen. Der aktuelle Fall ereignete sich am vergangenen Freitag in Überruhr. Hier die gekürzte Originalmeldung der Essener Polizei von heute:

„Trickdiebe erbeuten Tresor mit Sparbüchern, Schmuck und Bargeld - Die Polizei sucht Zeugen. Gegen 12 Uhr schellten ein Mann und eine Frau an einem Einfamilienhaus auf der Überruhrstraße an. Die über 80 Jahre alte Eigentümerin öffnete. Das unbekannte Pärchen gaukelte der Seniorin vor, angeblich nach einer Party in der Nachbarschaft, etwas vergessen zu haben. […]. Die ältere Dame […] ließ sie in ihre eigenen vier Wände. […] Offenbar betraten zu dieser Zeit weitere Personen unbemerkt das Haus. […] Dort ging man auf Beutezug. Bei der Suche stießen die Eindringlinge auf einen grünen Tresor. Den Safe nahmen sie an sich und verschwanden aus dem Gebäude. Unglücklicherweise lagen in dem entwendeten Geldschrank Bargeld, Schmuck und Sparbücher, die zusammen einen hohen Vermögensschaden ausmachen. […]
Die Tatverdächtigen: Der Mann ist zirka 20 Jahre alt und zirka 1,7 Meter groß und hat dunkle Haare. Die Frau soll zirka 25 Jahre alt und 1,6 Meter groß sein. Bekleidet war sie mit dunkler Kleidung.
Beide Personen machten einen südländischen Eindruck.
Die Essener Kriminalpolizei sucht Zeugen, die zur Tatzeit im Bereich der Überruhrstraße bzw. den umliegenden Nebenstraße Beobachtungen gemacht haben. Insbesondere suspekte Autos, Gruppen oder Personen, die gemeinsam einen Gegenstand trugen, können die Ermittler auf eine Spur bringen. Hinweise nimmt die Polizei Essen unter der Rufnummer 0201/829-0 entgegen.

GRUNDSATZ – KEINE FREMDEN IN DIE WOHUNG LASSEN!!!!!!!!!!

Beispiele…
Die Täterinnen täuschen Übelkeit, Schwangerschaft oder Arzneimitteleinnahme vor und fragen nach einem Glas Wasser...

Die Täterinnen oder Täter geben vor, dass sie für einen Nachbarn, den sie angeblich nicht angetroffen haben, eine Nachricht hinterlassen wollen...

Die Täterinnen oder Täter wollen für einen angeblich abwesenden Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben und drängen darauf, die Blumen zu versorgen, das Geschenk zu verwahren oder eine Nachricht zu schreiben

Die Täterinnen oder Täter bitten, das Telefon oder die Toilette benutzen oder ein Baby wickeln oder füttern zu dürfen. Sie behaupten, eine Panne, einen Unfall oder eine Erkrankung zu haben etc.

Wehren Sie sich gegen zudringliche Personen energisch (machen Sie laut auf sich aufmerksam, um Hilfe zu erhalten, zeigen Sie abweisende Gestik und Mimik). Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie befürchten, Opfer einer Straftat zu werden: NOTRUF 110

Weitere Hinweise und Tipps…https://polizei.nrw/artikel/trickbetrueger-zocken-immer-mehr-aeltere-menschen-ab-1

GRUNDSATZ – KEINE FREMDEN IN DIE WOHUNG LASSEN!!!!!!!!!!

Beispiele…
Die Täterinnen täuschen Übelkeit, Schwangerschaft oder Arzneimitteleinnahme vor und fragen nach einem Glas Wasser...

Die Täterinnen oder Täter geben vor, dass sie für einen Nachbarn, den sie angeblich nicht angetroffen haben, eine Nachricht hinterlassen wollen...

Die Täterinnen oder Täter wollen für einen angeblich abwesenden Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben und drängen darauf, die Blumen zu versorgen, das Geschenk zu verwahren oder eine Nachricht zu schreiben

Die Täterinnen oder Täter bitten, das Telefon oder die Toilette benutzen oder ein Baby wickeln oder füttern zu dürfen. Sie behaupten, eine Panne, einen Unfall oder eine Erkrankung zu haben etc.

Wehren Sie sich gegen zudringliche Personen energisch (machen Sie laut auf sich aufmerksam, um Hilfe zu erhalten, zeigen Sie abweisende Gestik und Mimik). Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie befürchten, Opfer einer Straftat zu werden: NOTRUF 110

Weitere Hinweise und Tipps…https://polizei.nrw/artikel/trickbetrueger-zocken-immer-mehr-aeltere-menschen-ab-1