Freitag, 20. März 2020

Politiker machen einen guten Job – gerade jetzt


Eure Individualität wird euch noch einmal um die Ohren fliegen. So kritisierte ein kluger Chinese die Kultur in den demokratisch-westlichen Ländern. Jeder darf sagen, was er gerade denkt. Egal wie unsinnig es ist. Die Politik wird pauschal beschimpft, ob in Berlin oder den Kommunen. Alles über einen Kamm scheren. Von Verbotsparteien wird gesprochen. Freie Fahrt - für freie Bürger. Viele Menschen verstehen oder wollen unsere Staatsform nicht verstehen. Wir brauchen nun einmal Regeln. Und wer sich nicht daran hält, handelt nicht sozial, also asozial.
Vom Begriff "des mündigen Bürgers" habe ich mich schon lange verabschiedet. Hier im sozialen Netzwerk zeigt es sich ganz offen. Die Trolls, Besserwisser und Staatsverdrossenen. Wenn keine Argumente mehr ausreichen, wird beleidigt, gehetzt, gepöbelt.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird in Frage gestellt. Manche fordern sogar dessen Abschaffung. 17,50 Euro für jeden Haushalt pro Monat. Das sind pro Tag etwa 58 Cent (!). Zuviel für eine Wohlstandsgesellschaft?   
Kritik im Einzelfall ist durchaus berechtigt. Aber die Wucht und Empörung in Gänze ist oftmals unerträglich.
Und jetzt?  Wir befinden uns in einer der größten Krisen seit Bestehen der Bundesrepublik. Und wer informiert seriös? Natürlich, die öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehstationen. Auch die „Privaten“ tun es. Allerdings ein wenig anders. Nichts mehr zu hören von „Lügenpresse“.

Auch der Ruf nach dem Staat wird immer lauter, weil viele Menschen und Unternehmen um ihre Existenz bangen. Der Staat soll helfen. Selbst Verbote sind jetzt kein Thema mehr. Übrigens, der Staat sind wir alle und nicht irgendeine Organisation, die sich in ihren Regierungsgebäuden oder Rathäusern versteckt. Wir haben die Politiker durch unsere Auswahl dahin entsandt.
Vielleicht bringt uns diese Epidemie bzw. Pandemie mal wieder auf den Boden der Realität zurück, lässt uns ein wenig demütigt und nachdenklich werden, in welcher Gemeinschaft, in welchem Staatssystem wir leben. Die Demokratie, mit all seinen Schwierigkeiten, ist die beste Staatsform, die Deutschland je hatte. In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es noch nie so viel Wohlstand. Wir fangen Menschen auf, die ihr Leben nicht in den Griff kriegen, selbst wenn sie nicht wollen. Jeder hat hier Anspruch auf Krankheitsfürsorge. Andere Länder beneiden uns.
Und die, die das Ganze organisieren und managen, heißen Politiker. Sie haben ein Anrecht auf unseren Schutz und Anerkennung. Sie machen – und jetzt mache ich es auch einmal pauschal – einen guten Job. Auch wenn es im Einzelfall, je nach politischer Ausrichtung etwas zu beanstanden gibt.  Ich sage an dieser Stelle zum Abschluss einmal ganz laut: „Danke!“

Dienstag, 17. März 2020

Illegales Glücksspiel – (k) ein Kavaliersdelikt?



Sportwetten oder Poker im Internet ist illegal. Das Netz macht es möglich. 2017 haben die Deutschen für 14 Milliarden Euro gezockt. Viele „Sternchen“ des Show-Business und „Fußballhelden“ verdienen daran - viele "Zocker" werden süchtig und verspielen Haus und Hof. Spielsucht ist mittlerweile eine anerkannte Krankheit.
Die Journalistin Eva Schulz berichtet in ihrem Blog „Deutschland 3000“ über das illegale Glücksspiel. Und die Strafverfolgungsbehörden gucken weg. Schön schräg, oder? Die Politik will das illegale Verhalten ändern. Infos: https://www.youtube.com/watch?v=YwXijZAncxk
Früher sah es oftmals so aus
Wie sich die Zeiten ändern. Und so war es in den 1980er-Jahren. Polizeilicher Kampf gegen das illegale Glücksspiel. Im Ruhrgebiet gab es unzählige Spielhöhlen. Ich erinnere mich an Einsätze in Oberhausen, Gladbeck, Gelsenkirchen, Duisburg und Essen. In einem Fall sind wir mit einer riesigen Ramme durch eine Mauer in eine Spielhöhle eingedrungen. Hier ein paar Originalaufnahmen:







      


 
              



Sonntag, 15. März 2020

Neuer Enkeltrick mit Paysafe-Karten?


Bredeney/ Heidhausen: Die Ganoven kommen immer auf neue Ideen. Drei ältere Herren tauchten jetzt nacheinander in zwei Tankstellen im Essener Süden auf und kauften für knapp 1000 Euro sogenannte „Paysafe-Karten“ Das kam dem Kassierer ungewöhnlich vor. Auf das ungewöhnliche Kaufverhalten in dieser Höhe angesprochen, erzählten die Männer, dass sie von ihren Enkeln telefonisch zum Erwerb aufgefordert worden seien. Anschließend sollten sie ebenfalls per Telefon die Zugangsdaten der „Paysafe-Karten“ durchgeben. Einer der Männer, vom Angestellten der Tankstelle aufgeklärt, wollte eine Anzeige erstatten.


Mit diesen Karten im Wert von 10 bis 100 Euro kann man im Internet Zahlungen vornehmen. Jugendliche nutzen diese Möglichkeit überwiegend, um Computerspiele oder Online-Spiele zu bezahlen. 



Dienstag, 3. März 2020

Kriminalität 2019 Essen in Auszügen – Polizeipräsident Frank Richter informiert die Öffentlichkeit


Bevölkerung
Essen  hat knapp 600.000 Einwohner, darunter knapp 100.000 Ausländer
Gesamt
Die Zahl der in der Polizeilichen Kriminalstatistik registrierten Straftaten: 47.666. Ein Rückgang zum Vorjahr um 4,8 Prozent, der niedrigste Stand seit 29 Jahren
Aufklärungsquote
27.584 Fälle wurden von der Polizei aufgeklärt, was einer Aufklärungsquote von 57,87 Prozent entspricht.
Gewalttaten
Die Polizei registrierte 1718 Gewalttaten (Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raubdelikte, schwere/gefährliche Körperverletzung, erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme), davon wurden 73,36 Prozent aufgeklärt. 1.655 (526 unter 21 Jahren, 528 Ausländer) Tatverdächtige konnten ermittelt werden.

 Polizeipräsident Frank Richter ist mit der Entwicklung zufrieden
Tötungsdelikte
6 (!) Straftaten gegen das Leben wurden registriert, 8 Tatverdächtige ermittelt…Aufklärungsquote 100 Prozent. Anmerkung: Da Ermittlungsvorgänge erst in diesem Jahr abgeschlossen wurden, werden sie erst im nächsten Jahr statistisch aufgeführt.
Sexualdelikte
509 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (insb. Vergewaltigung, sexuelle Nötigung/ Missbrauch und exhibitionistische Handlungen) hatten einen Anteil von 1,07% an der Gesamtkriminalität
Kinderpornographie
82 Tatverdächtige wurden ermittelt. 16 Tatverdächtige darunter waren im jugendlichen Alter und bei 12 Tatverdächtigen handelte es sich um Kinder (!)
Drogen
510 Rauschgiftdelikte wurden festgestellt, 111 Fälle mehr als im Vorjahr, die Aufklärungsquote von 90,59%. Es wurden 409 Tatverdächtige ermittelt, von denen 117 unter 21 Jahre alt waren. 102 der Tatverdächtigen waren Nichtdeutsche
Ausländerkriminalität
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeibehörde Essen, dazu gehört auch Mülheim an der Ruhr, wurden insgesamt  57.313 Straftaten festgestellt, ermittelt werden konnten
23.070 Tatverdächtige,  8.869 (38,44%) von ihnen waren Nichtdeutsche.
Fazit
Die Straftaten gingen um knapp 5 Prozent zurück. Straftaten gegen ältere Menschen nahmen insbesondere im Betrugsbereich (1654 Fälle) zu. Im Vergleich zu anderen Großstädten (Köln, Düsseldorf, Duisburg) schneidet die  Essener Behörde statistisch gesehen gut ab.



NRW-Büro in Essens Partnerstadt Tel Aviv eröffnet

Ministerpräsident Armin Laschet hat am Samstag in Israel das neue Büro des Landes Nordrhein-Westfalen offiziell eröffnen. Es befindet sich in Tel Aviv, einer der Partnerstädte von Essen. Er besucht auch die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Begleitet wird der Ministerpräsident auf seiner zweiten Israel-Reise von einer rund 30-köpfigen Delegation, unter ihnen auch der Essener Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales
Laschet: „Das Büro (Anmerkung: für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur) unseres Landes in Tel Aviv ist ein weiterer Meilenstein in den Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel.“

„Das nordrhein-westfälische Büro soll Verbindungen und Strukturen schaffen, die es ohne eine direkte Präsenz des Landes nicht geben kann. Zugleich wird das neue Büro Anlaufstelle für Delegationen aus Nordrhein-Westfalen sein.

Montag, 2. März 2020

Aus aktuellem Anlass - Klopapier

Die Ängstliche decken sich zurzeit ein. Corona. Sie hamstern: Reis, Nudeln, Konserven, Wasser und Klo-Papier. Klo-Papier? Bis ins 19. Jahrhundert hinein hat man sich unten herum mit Zeitungspapier gesäubert. „1857 kam in den USA das erste Toilettenpapier auf den Markt. Hierzulande begann seine Produktion um 1880“, heißt es im Text zur Ausstellung „VON DER ROLLE – KLO PAPIER GESCHICHTEN“ im LVR-Industriemuseum Bergisch Gladbach in der Papiermühle „Alte Dombach“. Sie läuft aktuell vom 1.3.2020 bis zum 7.2.2021.
Ich stamme aus einer Generation, als das Thema noch mit „ba, ba“ umschrieben wurde. Aber heute gibt es dazu Bestseller, wie zum Beispiel das Buch „Darm mit Charme“. Gott sei Dank.
Unser Toilettenstuhl steht schon Jahre lang im Wohnzimmer.




Wie das Foto beweist, haben wir ihn allerdings zweckentfremdet.
 

Info: https://industriemuseum.lvr.de/…/von_der…/von_der_rolle.html#

Kriminalität in NRW 2019

Innenminister Herbert Reul informiert die Öffentlichkeit

Gesamt

 […]  Die Zahl der in der Polizeilichen Kriminalstatistik registrierten Straftaten sank 2019 um 4,3 Prozent auf 1.227.929 (1.282.441). Das ist der niedrigste Wert seit 30 Jahren.

Aufklärungsquote

654.798 Fälle wurden von der Polizei aufgeklärt, was einer Aufklärungsquote von 53,3 Prozent entspricht.

Gewalttaten

[…] Die Polizei registrierte 2019 weniger Gewalttaten (- 2,4 Prozent) und Straßenkriminalität (- 6,8 Prozent).

Wohnungseinbrüche

So sank die Zahl der Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen 2019 auf 26.857 Fälle (-10,2 Prozent)

Tötungsdelikte

[…]  Zum zweiten Mal in Folge registriert die Polizei allerdings einen Anstieg bei den Tötungsdelikten. 412 Fälle waren hier im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Das sind 30 mehr als 2018.

Sexueller Missbrauch von Kindern

[…] 2019 wurden 2.805 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern erfasst[…] Die Aufklärungsquote betrug 83,7 Prozent, die höchste der letzten 20 Jahre. Insgesamt wurden 2.131 Tatverdächtige ermittelt.

Kinderpornographie

ImBereich Kinderpornografie wurden im vergangenen Jahr 2.359 Fälle erfasst,

947 Fälle mehr als im Vorjahr (+ 67,1 Prozent). 2.199 Fälle wurden aufgeklärt, das entspricht einer Quote von 93,2 Prozent.

Drogen

[…] Bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verzeichnet die Kriminalstatistik eine Steigerung um 1,6 Prozent. Mit 68.872 Delikten ist das der höchste Stand der letzten 20 Jahre. Der Anstieg betrifft vor allem Cannabis und Kokain.
Ausländerkriminalität

[…]  Von den 447.847 Tatverdächtigen im vergangenen Jahr hatten 154.389 Menschen keinen deutschen Pass. Das waren rund ein Drittel aller Tatverdächtigen. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung (knapp 18 Millionen) im Land beträgt aber lediglich 13,3 Prozent. Der Anteil der Zuwanderer - also Asylbewerber, Asylberechtigte, Menschen, die geduldet sind und Kontingentflüchtlinge - an den Tatverdächtigen insgesamt beträgt 8,5 Prozent. Bei der Gewaltkriminalität beträgt ihr Anteil sogar rund 12,7 Prozent, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur bei etwa 2,5 Prozent liegt.


Das Foto zeigt den NRW-Innenminister am „Tag der offenen Tür“ anlasslich des 110-jährigen Bestehens der Essener Polizei 2019



Den vollständigen Pressetext mit polizeilicher und politischer Beurteilung gibt es hier: