Fischlaken: Vielleicht wurde er von den schönen Gitarrenklängen unseres Folkwangstudenten Robert angelockt, als er im Dachgiebel über seinem Apartment vor Wochen auftauchte. Oder ihm gefiel der Straßenname "Am Vogelherd". Zunächst waren es lediglich nächtliche Kratzgeräusche und eine verrutschte Dachpfanne, die auf den Einbruch hinwiesen. Vermutet wurde ein Steinmarder. Der Hausbesitzer ließ vergeblich eine optische und akustische Kanone aufbauen, um das kleine Raubtier zu vertreiben. Die nächtlichen Störungen gingen weiter.
Jetzt gelang Robert Klarheit. Er konnte den Eindringling abschießen, also fotografisch. Und Tage danach sogar filmen, ganz in der Nähe unseres Schlafzimmerfensters. Es ist kein Marder, sondern ein Waschbär. Der süße „Panzerknacker“ hat sich jetzt im Dachgebälk zu unserer Wohnung durchgearbeitet und eingenistet. Das Kratzen, Rascheln und Fiepen nervt. Fortsetzung folgt.