Was kostet das Leben eines Kindes. In diesem Fall 50.000 Euro. Für manche eine Klacks, für andere und für die Familie von Nikodem ein Betteln. Dieses Foto zeigt "unseren" Nikodem (6) kurz nach der Protonentherapie im
Uni-Klinikum Essen. Wer tröstet und hilft? Mama. Das Foto mag ich
besonders. Den kleinen fröhglichen Jungen. "Uwe, make Photo", rief er mir häufig zu.Wir sind auf dem besten Weg. Bitte, bitte...
spenden...teilen...knapp 35 Prozent sind geschafft. Nur noch 12 Tage...
https://www.siepomaga.pl/en/nikos-kinas2
Mittwoch, 30. Mai 2018
Kurzform "Fienchen"
„Schreib’ nicht so viel hier im Netzwerk“, sagte mir letztens eine Bekannte, „dann muss ich immer so viel lesen.“ Gut, heute nur: Kätzin „Fienchen“ - 13 Jahre alt - Tierheim Bottrop. Sie ist die schmusigste und beste Katze „vonne“ Welt. Wenn Sabine abends Richtung Schlafzimmer geht, dackelt „Fienchen“ hinterher und ist bis um nächsten Morgen verschwunden. Sie wäre besser ein Hund geworden. Kurz genug?
Montag, 28. Mai 2018
Laubbläser und die Totenruhe
Auf einen meiner letzten Blogs antwortete mein Freund Armin Thiemer:
„Die Leute werden immer bekloppter.“ Wie recht er hat. Auf einige trifft es mit
Sicherheit zu. Am Samstagnachmittag waren wir auf meinem Heimatfriedhof in
Gelsenkirchen-Buer, um Helga zu besuchen. Schon auf dem Weg zum Grab, vorbei an
Herrn Schweinegruber, dem Ex-Chef der Polizeireiterstaffel Gelsenkirchen und
Jupp Mühlenbrock, der leider schon mit 42 Jahren starb, hörte ich so ein eigenartiges
Arbeitsgeräusch. Und es wurde immer lauter. Kurz vor Helga sahen wir dann das Unheil.
Da pustete doch so ein Depp mit einem Laubbläser das Urnengrab seiner verstorbenen „Omma“ frei. Einen Quadratmeter. Und damit nicht genug, die Gräber rings herum
bekamen auch noch ihr Fett weg. Alles besenrein. Ich möchte ihm zurufen: „Hey, Du
Spacko (altdeutsch: Vollidiot), schon mal etwas von Störung der Totenruhe
gehört?“ Armin, Du wurdest wieder bestätigt. Die Leute werden immer bekloppter.
Und zum Thema passt der Song von dem „Goethe unter den Liedermachern“,
Reinhard Mey: „Irgendein Depp mäht irgendwo immer“ https://www.youtube.com/watch?v=AHeprFpgUmcSonntag, 27. Mai 2018
Gereon Buchholz - (m)ein Nachruf
Der Raubmord 1986 an „Pommes-Erwin“ an der Ecke
Grafenstraße/ Hufergasse brachte uns zusammen. Gereon Buchholz war gerade als junger
Redakteur Leiter der Werdener
Nachrichten geworden, ich als nicht mehr ganz so junger Polizist Leiter der
Pressestelle der Essener Polizei. Das Kapitaldelikt in der Imbissstube im
denkmalgeschützten Fachwerkhaus war tagelang Stadtgespräch im Dorf. Schon
damals fiel mir Gereon Buchholz auf. Ruhig, sachlich, höflich, bescheiden. Ganz
das Gegenteil seiner oftmals hektischen und teilweise überdrehten Kolleginnen
und Kollegen der Tages- oder Boulevardpresse.
In den folgenden 20 Jahren hatten wir nicht so viele
dienstliche Kontakte, weil es in Werden und seinem Umland im Vergleich zu den
anderen Essener Stadtteilen eher ruhig zugeht. Hier und da ein schwerer Unfall, die
Diskussion über eine kleine Trennmauer auf dem „Werdener Berg“ oder der Mord
1992 in der Kneipe an der Bungertstraße vor den Augen dänischer Fußballfans. Das
letzte dienstliche Zusammentreffen erfolgte 2008 und nochmals sechs Jahr später
in (m)einer anderen Funktion.
Gereon Buchholz 2014 beim Interview mit dem
damals neuen Leiter der Polizeiinspektion Süd, Holger Schepanski
2008 standen wir bis spät in die Nacht vor dem brennenden
Dachstuhl der Folkwang Musikhochschule. Ich merkte wie ihn das Unglück
schmerzte. So ein verheerender Brand in „seiner“ Folkwang Schule, in seinem
Werden. Und im Feuerschein bei den aufwendigen Löscharbeiten plauderten wir über unsere gemeinsame Zeit und über „unser“ Dorf. Als
Fischlaker trafen wir uns danach immer mal wieder. Im letzten Sommer saßen wir
bei herrlichem Sonnenschein im Garten des Dingerkus Hauses zusammen. Da erfuhr
ich viel Privates von ihm und er von mir.
Von da an waren wir per Du.
Der plötzliche Tod von Gereon hat mich geschockt. Er wurde
nur 59 Jahre alt. Ein langjähriger Wegbegleiter, ein guter Bekannter ist nicht
mehr da. Aber eins steht jetzt schon fest. Die vielen herzlichen Nachrufe geben
mir recht. Gereon Buchholz hinterlässt eine verdammt große journalistische und
private Lücke in unserem südlichen Stadtteil. Und bei mir auch. Mach’s gut,
Gereon.
Die Trauerfeier findet am kommenden
Mittwoch, 30.5.2018, 9.30 Uhr, St.
Bonifacius-Kirche, Moltkestraße und anschließend die Beisetzung auf dem Siepenfriedhof,
Becksiepenstraße statt.
Politikverdrossenheit am Beispiel der EU-DSGVO
Wenn diese Frauen und Männer ein Spiegelbild unserer
Bundesregierung sind, dann gute Nacht. Hochdotierte „Sprecher/ Sprecherinnen“
strotzen zum Thema „EU-Datenschutzgrundverordnung“ (EU-DSGV) vor Inkompetenz. Und
der Gesichtsausdruck aller spricht Bände. Die Sprecherin des „Bundesinnenministeriums“
(exakt: Bundesinnenministerium des Inneren, für Bau und Heimat) Annegret Korff (Foto), kann
einem ja schon Leid tun, wie sie herumstottert und in Erklärungsnot gerät.
Da wurde ein „Gesetzeswerk“ geschaffen, das sehr komplex
ist. Bereits am 21.4.2016 verabschiedet, knapp 90 Seiten lang. Zwei Jahre hatte
die Bundesregierung Zeit, sich damit zu beschäftigen und es den Bürgern
verständlich zu machen. Und kurz vor dem Inkrafttreten überschlagen sich die
Ereignisse. Das „Gesetzesmonstrum“ mag zwar nicht schlecht sein, allerdings ist
die Umsetzung katastrophal. Der Ausschnitt aus der Bundespressekonferenz ist
dafür das beste Beispiel. https://www.zdf.de/politik/berlin-direkt/bpk-zur-dsgvo-100.html
Freitag, 25. Mai 2018
#MeeToo
Jeder ältere Mann kennt diese Geschichten oder hat sie
vielleicht selbst erlebt. Auch ich. Jahre zurück. Das Rollenbild „Frau – Mann“
ist mit dem heutigen nicht mehr vergleichbar. Gott sei Dank. Mein Vater sagte
zu jeder jungen Frau „Schätzchen“. Das war mir oft peinlich. Und ich sagte
häufig: „Papa, das sagt man nicht.“ Er
war sich nie einer Schuld bewusst. Im Gegenteil, er dachte er dürfe das als älterer
Herr und es sei doch ein Kompliment.
Meine Kollegin beklagte sich einmal bei mir über einen Mitarbeiter,
der ihr häufig zu nahe über die Schulter schaute. („Der rückt mir immer auf die
Pelle“). Auf meine Erwiderung: „Sagen Sie es ihm doch“, antwortete sie: „Da
kann ich nicht“. Ich habe es ihm dann gesagt. Er war ganz überrascht und auch in diesem Fall, sich keines
Fehlverhaltens bewusst. Auf alten Fotos von Betriebsfeiern, sieht man
bei genauem Hinsehen, dass die Hände der Männer nicht immer da waren, wo sie
hingehörten.
Aber auch umgekehrt. Ich habe vor kurzem eine ältere Kollegin darauf angesprochen. Wie war das damals? Ihr unaufgeregter Kommentar: „War eben so.“ Anders eine Kollegin, die als eine der ersten Frauen bei der Polizei eingestellt wurde. Sie sagte mir: “Das Verhalten der männlichen Kollegen auf der Wache war für mich die Hölle.“ Das betraf allerdings nicht nur das sexualisierte Verhalten. In diesem Fall spreche ich von den 1980er-Jahren. Heute lese ich in der Zeitung, dass der bekannte Schauspieler Morgan Freeman in den USA im Rahmen der „MeToo-Debatte“ in die öffentliche Kritik geraten ist. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich nicht immer “Gentlemanlike“ verhalten habe. Eine CNN-Journalistin sagte u. a.: “Er hat mich von oben bis unten gemustert. “ Bei allen berechtigten Vorwürfen gegen Männer wie Harvey Weinstein, Bill Cosby oder Dieter Wedel, die Frauen sexuell belästigt, genötigt oder sogar vergewaltigt haben sollen, wird jetzt über das eigentliche Ziel hinausgeschossen.
Aber auch umgekehrt. Ich habe vor kurzem eine ältere Kollegin darauf angesprochen. Wie war das damals? Ihr unaufgeregter Kommentar: „War eben so.“ Anders eine Kollegin, die als eine der ersten Frauen bei der Polizei eingestellt wurde. Sie sagte mir: “Das Verhalten der männlichen Kollegen auf der Wache war für mich die Hölle.“ Das betraf allerdings nicht nur das sexualisierte Verhalten. In diesem Fall spreche ich von den 1980er-Jahren. Heute lese ich in der Zeitung, dass der bekannte Schauspieler Morgan Freeman in den USA im Rahmen der „MeToo-Debatte“ in die öffentliche Kritik geraten ist. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich nicht immer “Gentlemanlike“ verhalten habe. Eine CNN-Journalistin sagte u. a.: “Er hat mich von oben bis unten gemustert. “ Bei allen berechtigten Vorwürfen gegen Männer wie Harvey Weinstein, Bill Cosby oder Dieter Wedel, die Frauen sexuell belästigt, genötigt oder sogar vergewaltigt haben sollen, wird jetzt über das eigentliche Ziel hinausgeschossen.
Mittwoch, 23. Mai 2018
Marlene...
…unsere heutige musikalische Frühstückbegleitung. Was haben
im Übrigen Marlene Dietrich und ich gemeinsam? Unsere Väter waren Polizisten
- mehr nicht.
Die Berlinerin war einer
der wenigen deutschen Weltstars, in Nazi- und Nachkriegsdeutschland angefeindet
und beschimpft, weil sie sich nicht für Propagandazwecke einspannen ließ und
Deutschland den Rücken kehrte. Ihr Lieder „Sag mir, wo die Blumen sind“ und „Die
Antwort weiß ganz allein der Wind“ haben von ihrer Aussage gegen Krieg und
Vertreibung an Aktualität nichts eingebüßt. Marlene Dietrich starb 1992 im hohen Alter von 91 Jahren in
Paris und ist in Berlin begraben.https://de.wikipedia.org/wiki/Marlene_Dietrich
https://www.youtube.com/watch?v=aLAxbQxyJSQ
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