Samstag, 11. Februar 2017
Familienministerin Christina Kampmann...
...ist die jüngste in der NRW-Landesregierung. Gestern besuchte sie das Kindergesundheitsmobil, ein Projekt der McDonald’s Kinderhilfe, der Stadt Essen und des Kinderschutzbundes. Die 36-Jährige fand gleich einen guten Draht zu den Kleinen der Kindertagesstätte an der Heinrich-Strunck-Straße im Essener Stadtteil Altendorf. Seit über 4 Jahren macht der grüne Truck an Plätzen, Kitas, Schulen und Flüchtlingsunterkünften im Essener Norden Halt. Fast zwei Stunden informierte sich die SPD-Politikerin über die Aufgaben des Kindergesundheitsmobil. Sie hinterließ einen äußerst sympathischen und kompetenten Eindruck, nicht nur bei den Kindern.
Mittwoch, 8. Februar 2017
Pott
Im Vorbeigehen wurde ich Zeuge eines Gesprächs auf dem Gang
der Urologie im Essener Huyssenstift zwischen einem Besucher und einer Krankenschwester.
Besucher (ernst): “Wie geht’s meiner Frau?“
Schwester (freundlich): „Sie ist auf dem Weg der Besserung.“
Besucher (lächelnd):„Zähes Luder.“
Typisch Ruhrpott – kurz und knapp - alles gesagt.
Foto/ Quelle: stadtwerke.essen.de
Montag, 6. Februar 2017
Adieu
Am Wochenende
haben wir meine Schwägerin Helga (68) von dieser Welt verabschiedet, ganz
persönlich, mit Fotos aus ihrem Leben, mit ihrer Lieblingsmusik, mit Worten vom Ehemann, Sohn, Bruder, von besten
Freundinnen und Freunden. Sie liebte die Musik von Klaus Hoffmann und ganz
besonders den Refrain im Lied „Adieu Emile“- „Ich will Gesang will Spiel und
Tanz - will dass man sich wie toll vergnügt. Ich will Gesang will Spiel und
Tanz, wenn man mich unter'n Rasen pflügt.“ Das hat sie sich gewünscht. Die
Trauerhalle war proppevoll, die Party ging bis in den späten Abend. Es war ein
traurig schöner Tag. Adieu Helga…
Dienstag, 31. Januar 2017
Sarah kämpft gegen ihren Krebs
Im letzten Jahr habe ich Sarah (28) kennengelernt. Über ihre Krankengeschichte und über eine einmalige Unterstützungsaktion des Essener Tattoostudios „Blood ´n Steel“ habe ich im August in meinem Blog und auf Facebook berichtet:
http://ausserdienst.blogspot.de/2016/08/sarah.html
http://ausserdienst.blogspot.de/2016/09/unter-die-haut.html
Die junge Frau aus Katernberg benötigt jetzt einen hohen Geldbetrag, um eine Alternativbehandlung zu beginnen. Es geht um rund 10.000 Euro, die Sarah nicht hat.
Hier erfahrt ihr mehr über Sarahs Kampf gegen den Krebs und wie wir vielleicht helfen können:
Sonntag, 29. Januar 2017
Ralf Jäger zum politisch Gejagten
Der
„NRW-Sicherheitsminister“ Ralf Jäger trotzt allen Rücktrittsforderungen. Hohe
Einbruchszahlen, Zweifel an den geringen Aufklärungsquoten, misslungener
Silvester-Polizeieinsatz in Köln, Sicherheitsprobleme in vielen Großstädten
(Stichwort: „No-Go-Areas“), angeblicher Kölner SEK-Skandal, der keiner war, zu
wenig Polizeipräsenz. Das Sicherheitsgefühl der Menschen in NRW ist nicht das beste. Und im Fall „Amri“ wusste der SPD-Politiker gleich die Antwort: „Wir sind
an die Grenzen des Rechtsstaats gegangen.“ Dem widerspricht jetzt der
Bundesinnenminister: „ Der Terrorist hätte auf Basis des geltenden Rechts ein
Antrag auf Abschiebehaft gute Erfolgsaussichten gehabt.“ Ja, was denn nun? Und das
Alltagsgeschäft vom NRW-Minister? Ralf Jäger ist seit 2010 für die Sicherheit
des bevölkerungsreichsten Bundeslandes verantwortlich. Noch immer leistet er
sich die meisten Polizeibehörden mir sehr hohem Verwaltungsaufwand, knapp 50
Polizeipräsidien/ Kreispolizeibehörden. Diese Vielfalt hat kein anderes
Bundesland. Schon vor 2005 Jahren sollte die NRW-Polizei neu organisiert werden.
Sechs bis zehn Polizeipräsidien waren im Gespräch. Doch der Wahlsieg von CDU und
FDP verhinderte dies. Fünf Jahre später wieder Regierungswechsel. „Rot/ Grün“
ist erneut am Zug. Jäger hätte in seiner Amtzeit längst durch einen schlankeren
Polizeiapparat mehr Polizisten auf die Straße oder in den operativen Dienst
bringen können. Die sog. Scheu-Pläne lagen noch in den Schubladen. Nichts
geschah. NRW ist immer noch polizeizerklüftet. Als Erfinder des bei „seinen“
Polizisten ungeliebten „24-Stunden-Blitzmarathons“ wird Ralf Jäger in die
Geschichtsbücher eingehen. Mehr bleibt nicht.
Ralf Jäger (55) ist seit 2010 Minister für Inneres und Kommunales in NRW
Foto: MIK-NRW
Sonntag, 15. Januar 2017
Vergo(e)ldete EVAG- Vorstandsgehälter
Die Essener und Mülheimer Verkehrsgesellschaften fusionierten ab dem 1.1.2017. Das ist eine gute Nachricht. Aber jetzt beginnt meines
Erachtens der Skandal. Der Betrieb bekommt eine Vorstandsdoppelspitze. Die Gehälter wurden in der letzten Sitzung
vor Weihnachten kräftig angehoben. Michael Feller und Uwe Bonan erhalten
jeweils 250000 (in Worten: zweihundertfünfzigtausend Euro) Jahresgehalt,
berichtet meine Tageszeitung. Eine Erhöhung von rund 20 Prozent, zusammen eine
halbe Millionen! Der EVAG-Aufsichtsrat, mehrheitlich von Mitgliedern, die ich
eher nicht dem „Geldadel“ zurordnen würde (Gewerkschafter, Arbeitnehmervertreter,
SPD, Grüne) stimmten mehrheitlich für den großen Schluck aus der Gehaltspulle
für die beiden Vorsitzenden. Wer genau wie abgestimmt hat, ist nicht bekannt.
Da meines Wissens die Verkehrsgesellschaften „rote Zahlen“ einfahren,
die Bediensteten Abstriche an Zuwendungen (Familientickets,
Jubiläumszuwendungen), befristete Arbeitsverträge in Kauf nehmen müssen,
spielte bei der Gehaltsdebatte um die beiden Chefs keine Rolle. Übrigens: Der
Oberbürgermeister von Essen, Thomas Kufen („Ich habe erst geschluckt, mich dann
überzeugen lassen“) verteidigt die
enorme Gehaltserhöhung, so die NRZ gestern
Anmerkung: 2007 fusionierten die Polizeibehörden Essen und
Mülheim. Es blieb bei einer Spitze und einem Polizeipräsidenten! Geht doch.
Und hier die verantwortlichen Aufsichtsratsmitglieder der
Essener Verkehrsgesellschaft: Wolfgang
Weber (SPD, Aufsichtsratsvorsitzender), Lothar Grüll (Verdi, stellv.
Aufsichtsratsvorsitzender), Detlef Barz (Verdi, Arbeitnehmervertreter), Christian
Boden (Gewerkschaft, Arbeitnehmervertreter), Hermann Dumke (Arbeitnehmervertreter),
Gerd Flocke (Arbeitnehmervertreter), Ulrich Beul (CDU-Ratsherr), Rolf Fliß (Grünen-Ratsherr),
Lothar Grüll (Verdi Gewerkschaftssekretär), Friedhelm Krause (CDU-Ratsherr), Rainer Sauer (Verdi, Gewerkschaftssekretär), Simone Raskob (parteilos, Beigeordnete der
Stadt Essen), Manfred Tepperis (SPD-Ratsherr) und Wolfgang Weber (SPD-Ratsherr)
Donnerstag, 5. Januar 2017
Nafri und der Aküfi
Ich hatte keine Zeit, einen kurzen Brief zu schreiben
(Blaise Pascal). In der Kürze liegt die Würze (William Shakespeare). Wer viel
schreibt, kriegt auch viel (Rolf Schlesinger, mein Deutschlehrer). Einen
Sachverhalt kurz, präzise und verständlich rüberzubringen, ist eine Kunst. Redakteure
der Bildzeitung können das ganz gut. Ist ja klar, sie brauchen für die Fotos
viel Platz. Und in bestimmten Berufen gehört „fasse dich kurz“ einfach dazu.
Zum Beispiel bei der Polizei. Da wird abgekürzt auf Teufel komm raus. Hilo oder
Ladi . Soll heißen: Hilflose Person bzw. Ladendieb. Dann gibt es dann noch den
Fustkw (Funkstreifenwagen) oder meine Lieblingsabkürzung Limakw – der Lichtmastkraftwagen.
Zusammengefasst ist das der Aküfi(Abkürzungsfimmel).
Nach dem diesjährigen Jahreswechsel kennt ganz Deutschland noch
eine Abkürzung, die einem Kölner Polizeikollegen der Pressestelle in seinem
Tweet auf Twitter rausgerutscht ist und den Polizeipräsidenten in Erklärungsnot
brachte. Nafri. Eine interne Bezeichnung für „Nordafrikaner“ oder „Nordafrikanischer
Intensivtäter“.
Das brachte einige Politikerinnen auf die berühmte
politische Palme. Vermuteten sie doch gleich Rassismus bei der Polizei. Mit
Verlaub, diese Unterstellung ist Quatscht. Nochmals der Begriff wurde auf Twitter
benutzt. Im Vergleich zu dem Kurznachrichtendienst „Twitter“ ist sogar die Bildzeitung ein dickes
Buch. Erleben wir doch tagtäglich, wie der Ober-Donald aus den USA mit maximal 140
Zeichen die Welt in Aufruhr versetzt.(P.S. Dieser Beitrag besteht aus 1358 Zeichen)
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